Exchange Bremen/Dortmund 2026
Das Tandem 2026: Cornelius Grau aus Dortmund und Henrik Nieratschker aus Bremen. Den Start macht Henrik Nieratschker und bezieht das Gastatelier in Dortmund im April.
Henrik Nieratschker untersucht die gelebte Erfahrung von Arbeit im Angesicht rapider technologischer Transformationen und spürt den Verbindungen zwischen vergangenen politischen Anstrengungen und Möglichkeiten für die Zukunft nach. Ausgehend von autobiographisch und historisch situierten Fragmenten – von Logistik-Arbeit über Warehouse-Raves bis zu Bergarbeiterprotesten – erkundet er, wie Kunst dazu beitragen kann, spekulative Alternativen zu den zunehmend unerträglichen Bedingungen von Arbeit und Leben inmitten multipler Krisen zu erdenken.
Diese künstlerische Auseinandersetzung verbindet künstlerische Praxis mit Forschung, Theorie und kollektiver Organisierung und kommt in Installationen, Performances, Video, Sound, Publikationen und diskursiven Formaten zum Vorschein, die sowohl individuell als auch als Teil des Künstler:innenkollektivs und Labels Research and Waves entwickelt werden.
Cornelius Grau verbringt seinen Aufenthalt in Bremen im August. Seine Arbeiten aus Holz und Leinwandstoff befassen sich fast immer mit einfachen Alltagsgegenständen und naiven Phantasien. Die Objekte haben per se einen hohen Wiedererkennungswert. Zeitgleich sind sie aber kontrastreich und knallbunt in klaren Linien und Flächen abstrahiert und überinszeniert und gaukeln einen ironischen und scheinbar unbedarften Umgang mit dem Kunstbegriff und seinen elitären Überhöhungen vor. Folglich werden vor allem die angeblich „kleinen“ und „belanglosen“ Aspekte des Lebens neu in Szene gesetzt. In Bremen wird er sich auf Spurensuche nach den verlorenen Ikonen der Stadt begeben…
Mehr Informationen zu den Künstler:innen siehe auch:
corneliusgrau.com ↗
kh-bremen.de/henrik-nieratschker ↗