Visiting Curators 2025
- Olivia Aherne ×
- Lisa Le Feuvre ×
- Anna Nowak ×
- Junia Thiede ×
- Dr. Ilka Voermann
Feedback & Austausch: 5 Kuratorinnen besuchen 32 Künstler:innen
Anregende Gespräche, neue Perspektiven, offenes Reflektieren: in diesem November organisierte das KH Künstler:innenhaus Bremen zum achten Mal in Folge das Austauschprogramm Visiting Curators. Fünf Kuratorinnen aus England, Deutschland und den USA besuchten an insgesamt vier Tagen 32 Bremer Künstler:innen in ihren Ateliers. Das Projekt ermöglicht Künstler:innen den Zugang zu Fachgesprächen mit international agierenden Kurator:innen. Diese Begegnungen können die Künstler:innen darin unterstützen, über die regionale Kunstlandschaft hinaus professionelle Verbindungen zu knüpfen. Gleichzeitig eröffnen sich Räume für Anregungen, die eigene künstlerische Arbeit mit einem neuen Blick zu sehen. Projekte können angestoßen, neue Perspektiven aufgezeigt und vielfältige Netzwerke entwickelt werden.
Zu Gast in Bremen waren diesem Jahr Olivia Aherne (Kuratorin Chisenhale Gallery, London), Lisa Le Feuvre (Kuratorin, Autorin, Herausgeberin, Rednerin Holt/Smith Foundation, Santa Fe), Anna Nowak (Kuratorin Kunsthaus Hamburg), Junia Thiede (Kuratorin Kunstverein Braunschweig), und Ilka Voermann (Leiterin Grafische Sammlung, Berlinische Galerie). Die Kuratorinnen wurden von Akteur:innen der Bremer Kunstszene eingeladen, in diesem Jahr von der Städtischen Galerie Bremen, der Wilhelm Wagenfeld Stiftung, der Hochschule für Künste, der Kunsthalle und Kunstmuseum Bremerhaven sowie dem KH Künstler:innenhaus.
Die Gründe der Künstler:innen an Visiting Curators teilzunehmen, sind vielfältig. Sie schätzen vor allem die Möglichkeit, intensiv und auf Augenhöhe über ihre künstlerische Praxis oder konkrete Projekte zu sprechen, einen Blick von außen zu erlangen und ihre Netzwerke zu erweitern. Die Künstlerin Kirsten Johannsen hat in diesem Jahr zum ersten Mal teilgenommen und sieht in Visiting Curators „einen geschützten Raum für offene Reflexionen, in dem konzeptionelle Fragestellungen und kreative Arbeitsprozesse präsentiert und diskutiert wurden.“ Der Künstler Toni Ehrhardt betont außerdem die Bedeutung, Akteur:innen von außerhalb Bremens einzuladen. Sie können die Positionen der in Bremen arbeitenden Künstler:innen über die Stadtgrenzen hinaus weitertragen.
Für die Kuratorinnen bietet Visiting Curators laut Ilka Voermann die Möglichkeit, einen überzeugenden Einblick in die Bremer Kunstszene zu bekommen. Die teilnehmenden Kuratorinnen zeigen sich begeistert über die Vielfalt der künstlerischen Praxis und der Ateliermöglichkeiten der Stadt. Voermann resümiert: „Neben den intensiven Gesprächen mit den Künstler*innen war es für mich überaus interessant, die unterschiedlichen Orte kennenzulernen, an denen in Bremen künstlerisch gearbeitet wird.“ Lisa Le Feuvre beschreibt Bremen in diesem Zusammenhang als einen „lebendigen Ort für künstlerisches Schaffen“. Auch Olivia Aherne hebt die große Bandbreite der künstlerischen Arbeiten hervor, mit denen sie sich im Rahmen von Visiting Curators auseinandersetzen durfte. Zugleich betonen alle Teilnehmenden die Bedeutung des Programms für die Bremer Künstler:innen, viele von ihnen möchten auch im kommenden Jahr wieder daran teilnehmen.