Visiting Curators 2026

Ausschreibung an alle Bremer Künstler:innen
Visiting Curators 2026

Auch in diesem Jahr sind alle Bremer Bildenden Künstler:innen eingeladen, sich auf das Förderprogramm Visiting Curators zu bewerben! Fünf renommierte Kurator:innen kommen im November 2026 in die Stadt, um Künstler:innen in ihren Ateliers (oder in einem Raum im Künstler:innenhaus Bremen) zu besuchen. Ziel ist es, Bremer Künstler:innen mit international tätigen Kurator:innen zu vernetzen und ihnen durch Einzelgespräche ein professionelles Feedback zu ihrer künstlerischen Arbeit zu ermöglichen.

Die Besuche finden zwischen dem 12. und 13. November im Zeitraum zwischen ca. 9 und 18 Uhr statt. Bitte haltet Euch den Zeitraum frei. Die Bekanntgabe der Auswahl durch die Kurator:innen erfolgt Anfang September. Der genaue Zeitplan erscheint Mitte Oktober.

Die Gastkuratorinnen sind

Eva Birkenstock von der Kestner Gesellschaft Hannover
Aleksandra Grzonkowska vom NOMUS – New Art Museums in Danzig, Polen
Nadia Ismail von der Kunsthalle Giessen
Chloë Reith von The Common Guild in Glasgow, UK
Victoria Tarak vom Kunstverein Bielefeld

Wer kann sich bewerben?
Bewerben können sich alle professionell arbeitenden Künstler:innen mit Wohnort oder Atelier in Bremen, die ihr Studium an einer Kunsthochschule abgeschlossen haben bzw. nachweislich professionell als Künstler:in arbeiten. Es gibt keine Altersbeschränkung.

Wie bewirbt man sich?
– vollständig ausgefülltes Bewerbungsformular (Download hier ↗)
– Kurzbiografie mit Ausstellungstätigkeit in Deutsch und Englisch (je 1 Seite)
– Portfolio (max. 10 Seiten und 10 MB) mit deutschen und englischen Werkangaben (bei zeitbasierten Medien bitte Links von Online-Dokumentation und Abbildungen einfügen)

Bitte schicke die Bewerbungsunterlagen digital als PDF per E-Mail an: assistenz@kh-bremen.de ↗

Wie wird ausgewählt?
Bitte tragt auf dem Formular euren Erst- und Zweitwunsch für die Kuratorin ein, die ihr gerne treffen möchtet. Jede Gastkuratorin wählt 6 bis 8 Künstler:innen für einen Atelierbesuch aus.
Bitte beachten: Die Treffen mit Chloë Reith und Alexandra Grzonkowska finden in englischer Sprache statt.

Bewerbungsschluss: 09.08.2026, 24 Uhr!
Später eingereichte Bewerbungen können leider nicht berücksichtigt werden.
Rückfragen bitte per E-Mail an: assistenz@kh-bremen.de ↗

Visiting Curators ist ein gemeinsames Projekt des Berufsverband Bildender Künstler*innen Bremen, des Künstlerinnenverbandes Bremen, GEDOK, des KH Künstler:innenhauses Bremen und der Städtischen Galerie Bremen. Das Format findet 2026 zum neunten Mal statt und wird vom KH Künstler:innenhaus Bremen organisiert. Die GAK, die Städtische Galerie Bremen, das Syker Vorwerk und das KH Bremen haben die Kurator:innen für dieses Jahr vorgeschlagen.

  • Eva Birkenstock

    studierte in Köln, Berlin und Havanna und war in unterschiedlichen Positionen u.a. am Kunstverein Hamburg, der Halle für Kunst Lüneburg sowie am Kunsthaus Bregenz tätig. Ab 2016 leitete sie den Kunstverein in Düsseldorf, wo sie zahlreiche Solodebüts u.a. von Ei Arakawa-Nash, Agnes Scherer, siren eun young jung oder Evelyn Taocheng Wang verantwortete. Sie organisiert regelmäßig Sommerakademien, Konferenzen, Performance- und Literaturreihen und ist Herausgeberin zahlreicher Publikationen. Vor ihrem Amtsantritt als Direktorin der Kestner Gesellschaft im August 2025 war sie Direktorin des Ludwig Forums in Aachen, wo sie neben Sammlungsinterventionen zuletzt Ausstellungen mit Rune Mields, Rochelle Feinstein und Amy Sillman präsentierte. In der Kestner Gesellschaft bildete die Ausstellung Cauleen Smith: The Volcano Manifesto den Programmauftakt, im April 2026 folgte die Ausstellung Richard Hawkins: Potentialities. (Vorgeschlagen von Janneke de Vries, Direktorin, Weserburg Museum für moderne Kunst)

  • Aleksandra Grzonkowska

    ist Direktorin einer Zweigstelle des Nationalmuseums in Danzig und Vorsitzende der NGO Chmura Visual Culture Foundation. Sie studierte Kunstgeschichte sowie Kulturmanagement und kuratierte internationale Ausstellungen und hat zahlreiche Kataloge veröffentlicht. Dazu gehören u.a.: The Art of Transformation. Gdańsk threads, Rising. Learning from the Past Today for Tomorrow und Augustus F. Sherman. Atlas of the Immigrant. Darüber hinaus ist sie Mitherausgeberin von Alternativa Editions und Mitglied des ICOM. Ihre Arbeit konzentriert sich auf kollektive künstlerische Praktiken sowie auf die Rolle der Kunst in sozialen, wirtschaftlichen und klimatischen Kontexten. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Kunst der politischen Transformationszeit mit Fokus auf die alternative Kunstszene der 1980er und 1990er Jahre in der Dreistadt. Im Rahmen ihrer Arbeit baute sie ein Oral-History-Archiv auf und entwickelte ein Projekt, das sich dem öffentlichen Raum widmet – insbesondere dessen Soundscape. (Vorgeschlagen von Ingmar Lähnemann, Leitung und Kurator, Städtischen Galerie Bremen)

  • Dr. Nadia Ismail

    ist deutsch-syrische Kunsthistorikerin, Direktorin der Kunsthalle Giessen, Fachkuratorin für den Kunstankauf der LBBW, sowie Kunstbeauftragte des Landes Hessen für Kunst am Bau-Projekte. Sie unterrichtet die Praxis des Kuratierens an verschiedenen Universitäten und ist in Jurys für Preise und Stipendien tätig, darunter den K21 Global Art Award an der Kunstsammlung NRW und das Villa Aurora Stipendium im Bereich Bildender Kunst in Los Angeles. Sie veröffentlichte zahlreiche Texte zur Gegenwartskunst und monografische Kataloge. Zuletzt kuratierte sie die Ausstellung Elima-NoBody am Museum d’Art Contemporain et Multimedia, Echangeur in Kinshasa in der DR Kongo. Sie promovierte an der Universität zu Köln über die fotografischen Serien der US-amerikanischen Künstlerin Anna Gaskell. Ihre Arbeit fokussiert zeitgenössische Kunst und deren Vermittlung u.a. mit Blick auf politische und gesellschaftliche Themen wie Freiheit der Kunst und nimmt programmatisch Bezug auf aktuelle globale Geschehnisse. Ein besonderer Schwerpunkt Ismails liegt auf der interdisziplinären Vernetzung und Kooperationen. (Vorgeschlagen von Nicole Giese-Kroner, Künstlerische Leitung, Syker Vorwerk)

  • Chloë Reith

    ist Kuratorin, Autorin und Interimsdirektorin von The Common Guild in Glasgow, wo sie bereits seit 2019 als Kuratorin tätig ist. Zwischen 2013 bis 2017 arbeitete sie als Kuratorin am Inverleith House am Royal Botanic Garden in Edinburgh. Zu ihren weiteren Stationen zählen die Mitarbeit im Projektteam und in den Ateliers von S1 Artspace in Sheffield und Tätigkeiten als Vorsitzende der Rhubaba Gallery & Studios in Edinburgh sowie im kommerziellen Bereich. Sie hat zahlreiche Ausstellungen und Auftragsarbeiten mit internationalen Künstler:innen – darunter Joanna Piotrowska, Peng Zuqiang sowie Basel Abbas und Ruanne Abou-Rahme und thematische Gruppenprojekte realisiert. Ihre kuratorische Praxis setzt sich mit spekulativen Narrativen auseinander und konzentriert sich dabei auf aktuelle Bedingungen im urbanen sozialen Raum, Fragen zum öffentlichen Raum und der gebauten Umwelt sowie auf historische Forschung, die einen Bezug zur Gegenwart herstellt. (Vorgeschlagen von Marie Oucherif, Künstlerische Leiterin und Kuratorin, KH Künstler:innenhaus Bremen)

  • Victoria Tarak

    ist Direktorin des Kunstverein Bielefeld sowie Autorin und Dozentin. Sie realisierte Projekte u.a. für den Kunstverein für die Rheinlande und Westfalen, das Museum Ludwig Köln, das Tanzhaus NRW und den Internationalen Lantz‘schen Skulpturenpark in Düsseldorf. 2023 gab sie gemeinsam mit The Collective Eye einen Themenband zur kollektiven Praxis für das Magazin Kunstforum International heraus. Zwischen 2021 bis 2025 hatte sie Lehraufträge an der Heinrich-Heine-Universität und der Hochschule Düsseldorf inne. In ihrer kuratorischen Praxis verhandelt sie Fragen der Performativität, Narration und Situiertheit aus der Sensibilität intersektionaler Erfahrung. In ihrem recherchebasierten Ansatz interessiert sie sich für die Wechselwirkungen zwischen pädagogischen Denkweisen, künstlerischer Praxis und kritischer Fabulation sowie für die Frage, sowie die Verknüpfung kuratorischer Arbeit mit Lern- und Bildungsräumen. (Vorgeschlagen von Annette Hans, Direktorin, GAK – Gesellschaft für aktuelle Kunst)

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