Helsinki Artist Residency 2020: Effrosyni Kontogeorgou

„Neben anderen Fundstücken von der Insel Suomenlinna und materiellen Überresten von ehemaligen HIAP-Bewohnern bin ich besonders Baran Caginli dankbar, dessen im Atelier Elias verbliebene Arbeit mir eine Einheit für meine Studie anbot, sowie Jessie Bullivant, die mich bat, die historischen Gebäudekerne zu sammeln.“ (Effrosyni Kontogeorgou)
Links: Zeichnungen der Kustaanmiekka und ihrer Verteidigungsanlagen von 1751 (Quelle: http://fmedia.fi/suomenlinna/history_of_buildings.html ↗)
Rechts: Prozessstudie, Effrosyni Kontogeorgou

Links:
1.Diagramme der Septenanordnung von vier verschiedenen Koralliten
(Quelle researchgat.net: Diagramme-von-septa-Anordnung-von-vier-dispersen-Koralliten-der-Probe-analysierten-A_fig1_49587934)
2. Interaktiver Baum des Lebens (Quelle iTOL: https://itol.embl.de)s ↗ Verteidigungsstrukturen von 1751.
Rechts: Prozessstudie, Effrosyni Kontogeorgou
Effrosyni Kontogeorgou (*1980 in Athen) verbrachte 2020 im Rahmen der Helsinki Artist Residency drei Monate in Finnland. Die Künstlerin arbeitet hauptsächlich ortsspezifisch. Nach ihrem Studium der Malerei und Multimedia (Dipl.-Kunst, 2005) an der Hochschule der Bildenden Künste Athen, absolvierte sie ihren Master in Digitale Medien (M.A., 2010) an der Hochschule für Künste Bremen. 2015 schloss sie ihr Meisterschülerstudium im Atelier für Zeitmedien bei Prof. Jean-François Guiton ab. Seitdem lebt und arbeitet sie in Bremen.
Während ihres Aufenthalts in Helsinki gab sie uns eine Zwischenbilanz:
„Durch meinen drei-monatigen Aufenthalt auf Suomenlinna erlebe ich jeden Monat die Entfaltung einer neuen Landschaft auf der Insel. Auch die eigene Sinnesempfindung ändert sich damit. Ohne von Helsinki abgeschnitten zu sein, bleibt die Insel ein idealer Rückzugsort, um sich in Ruhe auf die eigenen Gedanken und die Recherche konzentrieren zu können. Vor Ort bin ich auf der Suche nach Korallen. In dieser kuriosen Relikt-Festungsarchitektur, die umgeben vom Meer mit der Landschaft verschmilzt. Eine spekulative und vielleicht unmögliche Suche? Meine Arbeitspläne ändern sich konstant. Mit meinen Experimenten habe ich viele Richtungen eingeschlagen. Der Prozess des Sammelns, Experimentierens, Verirrens und Scheiterns ohne gezwungen zu sein, perfekte Ergebnisse zu erzielen, ist sehr wertvoll.“